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Bewegung im Schulleben

Die Wettbewerbe (Bewegungs- und Kreativ-Wettbewerb) geben Impulse, die "Beweglichkeit" des eigenen Unterrichts und des Schullebens in den Blick zu nehmen und nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig mehr Bewegung in die Schule zu bringen.
Bewegungsmangel führt nicht nur zu motorischen Störungen, Haltungsschwächen bis hin zu Haltungsschäden und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, er wirkt sich auch negativ auf das Lernen und die Schulleistungen aus. Zwar ist in den letzten Jahren mehr Bewegung in die Schule gekommen, insbesondere in Grundschulen mit der täglichen Bewegungszeit, der Umwandlung asphaltierter Pausenhöfe in Spielflächen, Modellprojekten auch in einigen Sekundarstufenschulen. Die Kultusministerkonferenz hat dies 2001 in ihrem Bericht zum Stand der "Bewegungsfreundlichen Schule" festgestellt. Allerdings sind die Forderungen der Kultusministerkonferenz, "Bewegung, Spiel und Sport sollten nicht nur Gegenstand eines Faches sein" und das Ziel Bewegung als Bestandteil des Lebens und Lernens in der Schule zu verankern, noch lange nicht verwirklicht.

Bewegung für alle wird meist mit dem Fach Sport in Verbindung gebracht und den Sportlehrerinnen und -lehrern übertragen.

Zum Schultag gehört beides: Anspannung und Entspannung, Ruhe und Bewegung. Kinder lernen durch "Be-greifen". Die körperlich-sinnlichen und die "handgreiflichen" Erfahrungsmöglichkeiten sind elementarer Bestandteil des Lernens. Deswegen sollte der traditionelle "Sitz-Unterricht" zugunsten eines Lernens, an dem der Körper durch Bewegung in stärkerem Maße beteiligt ist, verändert werden. Begreifen heißt auch bewegen. Beim Zusammenleben und -lernen in der Schule, in den Pausen und im Unterricht, ob im Deutsch-, Mathematik- oder Sachunterricht, Physik, den Fremdsprachen, Kunst und Musik: es gibt nichts, wobei und wofür Schülerinnen und Schüler sich nicht bewegen lassen.

 

Schulsport ist gut fürs Herz

Studie aus München weist positive Effekte nach

Nürnberg, 6. Oktober 2006. Eine zusätzliche dritte Sportstunde pro Woche über sechs Monate - bestehend aus Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining in Kombination mit Sport- und Gesundheitstheorie - genügt bereits, um bei Schülerinnen und Schülern eine durchschnittliche Senkung des LDL-Cholesterins um 23 % zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kinder- und Jugendkardiologen Dr. Richard Eyermann, München.

Getestet wurden zwei Klassenverbände mit je 23 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe 11 (Gymnasium). Basis der Evaluierung von Effektivität und Qualität der Studie waren physiologisch-medizinische Daten (Anamnese, Labor, Lungenfunktionstest, Belastungs-EKG), sportmotorische Daten (Fitness-Test: Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit) und psychosoziale Daten (verhaltenswissenschaftlicher Fragebogen).

Nach Abschluss der Studie zeigte sich, dass bei den beteiligten Jugendlichen deutlich weniger Beweglichkeitseinschränkungen, Muskelverkürzungen und Muskelabschwächungen auftraten. Ein weiterer positiver Effekt war die Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit: Alle 46 Schülerinnen und Schüler absolvierten einen Triathlon - auch die zunächst leistungsschwachen, berichtet Dr. Eyermann.

"Eine Zuwendung zum intensivierten, gesundheitsorientierten Schulsport-Präventionsprogramm ist also zu empfehlen", folgert Studienleiter Eyermann. Möglicherweise könne damit eine dauerhafte gesunde Lebensweise gefördert und eine Verringerung von Herzinfarkt-Risiken sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erreicht werden, so der Kinder- und Jugendkardiologe.

Eine wichtige zusätzliche Erkenntnis: Die Integration von praktischen und gesundheitstheoretischen Unterrichtsinhalten bewirkt eine "Akzeptanzverbesserung von Schulsport".

 


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