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Niederlande
Spannendes vom Sport
Historisches
Schlittschuhlaufen
Die Niederländer sind seit jeher ein Volk der Schlittschuhläufer.
Die Schlittschuhmacher hatten eine eigene Zunft. Sie
fertigten Schlittschuhe schon im 14. Jahrhundert aus
Holz mit einer Eisenschiene, während man in Nordeuropa
noch auf Knochenschlittschuhen lief. Viele Gemälde
belegen, dass schon um 1600 das Schlittschuhlaufen auf
den vereisten Grachten (Kanäle) weit verbreitet
war - bei Männern und Frauen, bei einfachen und
vornehmen Leuten, auf kurzen und auf langen Strecken.
1697 lief ein Vater 260 km an einem Tag, um seinen Sohn
zu besuchen.
Das längste Rennen ist die "Elfstedentocht",
ein 200-Kilometer-Rennen auf zugefrorenen Kanälen
zwischen 11 Städten. Es findet aber nur dann statt,
wenn es ein richtig kalter Winter ist. Start und Ziel
sind die Provinzhauptstadt Leeuwarden. Wettkämpfe
im Schlittschuhlaufen hat es schon im 17. Jahrhundert
gegeben. Der Trostpreis war damals eine Portion Speck
mit Bohnen. Damals mussten viele hungern, deshalb machten
auch weniger talentierte Eisläufer mit. 1986 beteiligte
sich auch Kronprinz Willem-Alexander am Wettkampf.
Kolv
Schon Ende des 15. Jahrhunderts wird über das Kolv-Spiel
berichtet. Es ist ein Kampfspiel auf dem Eis, ähnlich
dem Eishockey. Man benutzt dazu einen gekrümmten
Stock, der mit Metall beschlagen und viel schwerer als
der heutige Hockey-Schläger ist. Gespielt wird
mit einer Holzkugel gegen einen im Eis eingerammten
Pflock. Die Regeln ähneln eher dem französischen
Boule oder dem italienischen Boccia. So "kolvt"
man nicht nur im Winter auf dem Eis, sondern auch im
Sommer auf Wiesen und Plätzen
Unglaubliches
Schnellster Sprinter auf Stelzen
Schnellster Stelzensprinter ist der Holländer Roy
Luiking. Auf 30,5 cm hohen Stelzen benötigte er
am 28. Mai 1992 in Didam in den Niederlanden für
die 100- m-Strecke nur 13,01 Sekunden.
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